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Heben Sie den Besuch von Angehörigen mit diesen Materialien auf ein neues Niveau

Häufig fällt es Angehörigen schwer, sich bei Besuchen mit Ihren Bewohnern gemeinsam zu beschäftigen. Besonders wenn eine Demenzerkrankung vorliegt, stellen Verwandte unwissend infrage, ob eine Beschäftigung denn überhaupt noch möglich und sinnvoll ist. Mit diesen Tipps erleichtern Sie ihnen den Zugang.

Diese Materialien und Beschäftigungstipps bescheren Angehörigen freudvolle Momente mit ihren Anverwandten. Ermöglichen Sie ihnen den Zugang zu einem bestimmten Schrank mit einem Materialfundus und weisen Sie auch die Materialien hin, die sich ganz selbstverständlich im Zimmer Ihrer Bewohner befinden. Händigen Sie diese Übersicht und die wichtigsten Tipps zu Beschäftigungs- und Gesprächsmöglichkeiten den Angehörigen aus, das erleichtert auch Ihnen den Arbeitsalltag.

Materialien zur gemeinsamen Beschäftigung mit Ihrem demenzerkrankten Angehörigen

Bücher, Bildbände und Spiele im MaterialschrankNicht nur private Fotos, auch andere Bilder aus der Heimat oder Jugend wecken Erinnerungen. Zudem gibt es zahlreiche Bildbände zu Hobbys, Urlaubszielen oder dem früheren Beruf. Besonders gut eignen sich Bücher mit großen Fotos und wenig Text. Blättern Sie gemeinsam darin.

Natürlich können Sie auch etwas vorlesen. Hier eignen sich besonders altbekannte Gedichte oder Kurzgeschichten, aber auch Nachrichten aus dem Lokalteil Ihrer Zeitung. Auch das Blättern in Werbeprospekten dient einem Gesprächseinstieg und ist nicht nur für Ihren Angehörigen interessant.

Auch bekannte Gesellschaftsspiele oder Quizkarten eignen zur gemeinsamen Beschäftigung. Bedenken Sie dabei, dass Ihr Angehöriger die Regeln vielleicht nicht mehr ganz genau einhalten kann, und korrigieren Sie ihn nicht. Der Spaß soll ja im Vordergrund stehen.
Fotografien im Zimmer Ihres AngehörigenZur Veranschaulichung der Themen aus der gemeinsamen Vergangenheit ist es besonders wirkungsvoll, zusammen Fotos hiervon anzuschauen.

Bedenken Sie dabei, dass Ihr Angehöriger sich vielleicht nicht mehr an die Ereignisse aus jüngerer Zeit erinnern kann. Die Bilder aus seiner Jugend und Kindheit sind ihm jedoch noch lange bekannt. Es kann auch passieren, dass Ihr Angehöriger Personen auf Bildern manchmal falsch benennt. Haben Sie Verständnis für ihn und korrigieren Sie ihn nicht. Er kann sich gerade nicht anders erinnern. Versuchen Sie es dennoch an einem anderen Tag erneut.

Sie können auch gemeinsam ein kleines Album mit den wichtigsten Fotos aus dem Leben Ihres Angehörigen erstellen (Taufe, Einschulung, Kommunion/Konfirmation, Hochzeit, Geburt der Kinder, wichtige Familienfeste, die Wohnung, der Garten, das Haustier etc.)
Zimmerdekoration und persönliche GegenständeAuch Dekorationsgegenstände wie Porzellanfiguren, alte Puppen, Sammelobjekte, Urkunden, eigene Handarbeiten oder Urlaubsmitbringsel taugen zur Gesprächsanregung. Schauen Sie sich im Zimmer um und kommen Sie darüber ins Gespräch.

Vielleicht haben Sie auch Spaß daran, das Zimmer Ihres Angehörigen gemeinsam jahreszeitlich zu dekorieren. Eigener alter traditioneller Oster- oder Weihnachtsschmuck ist besonders schön, aber auch neuere Dekorationselemente und frische Blumen eignen sich natürlich. Überlegen Sie gemeinsam, wo was stehen oder hängen könnte. So sorgen Sie gleichzeitig dafür, dass sich Ihr Angehöriger in seiner Umgebung wohl und zuhause fühlen kann.

Viele Angehörige sind im Umgang mit den Auswirkungen der Demenz nicht so geschult wie Sie. Geben Sie ihnen deshalb zusätzlich diese folgenden Hinweise, damit die Kommunikation gelingt und die gemeinsame Beschäftigung beiden Seiten Spaß macht.

Passende Gesprächsthemen für Ihre Angehörigen mit einer Demenz

  • Es eignen sich alle Themen aus der weiter zurückliegenden Vergangenheit, beispielsweise aus der Jugend, der frühere Wohnort, Hobbys und der erlernte Beruf. Besonders geeignet sind Themenbereiche aus den 1950er- bis 1960er-Jahren, z. B. Lieblingsmusik aus dieser Zeit, Urlaubsorten oder die Heimat.
  • Auch über Themen, die das Hier und Jetzt betreffen, können Sie sprechen, z. B. darüber, was Sie gerade gemeinsam sehen, hören, schmecken oder riechen. Alle momentanen Sinneseindrücke bieten Anlass für Gespräche.
  • Bei einer Demenz sind Themen, die das Kurzzeitgedächtnis betreffen, zunehmend nicht mehr geeignet. Das beinhaltet Inhalte der jüngeren Vergangenheit. Fragen nach dem heutigen Mittagessen, dem gestrigen Tag oder der letzten Woche können nicht mehr beantwortet werden und führen deshalb zu möglichem Unbehagen.

Fazit: Mit den vorgestellten Tipps und Hinweisen ermöglichen Sie freudvolle Kontakte zwischen den Familienmitgliedern und sorgen für zufriedenere Bewohner und Angehörige.